Gemeinderat kompakt: Die Gemeinderats-Sitzung vom 27.1.2021

In der Rubrik “Gemeinderat kompakt” fassen wir ausgewählte Themen der Gemeinderatssitzungen für Sie zusammenfassen, sagen kurz worum es geht, was das Ergebnis war und ziehen ein kleines Fazit.

Von Gerhard Mayer

Hier nun die von uns diesmal ausgewählten Punkte der Tagesordnung:

Worum es geht: Der Haushalt wurde vorgestellt. Es geht um die Investitionen der Gemeinde in 2021. Klingt jetzt ein wenig spät, aber das liegt an Corona.

Ergebnis & mein Fazit: Zu den einzelnen Punkten des Haushalts gab es nur Verständnisfragen. Die Gemeinderäte sind nun aufgefordert, sich den Haushalt bis zur nächsten Sitzung genau anzuschauen, gffs. Investitionsvorhaben zurückzustellen oder aber auch andere vorzuziehen.

Worum es geht: Es geht darum, bei Bauvorhaben, wie z.B. beim aktuellen Kindergartenprojekt, schneller und effizienter bei der Planung und bei der Umsetzung zu werden. Der Vortrag sollte den Sitzungsteilnehmern Methoden auf verbesserte Abläufe an die Hand geben.

Ergebnis & mein Fazit: Keine Beschlüsse. Aber guter Vortrag.

Worum es geht: Die Härtenliste fordert, dass die Gemeindeverwaltung Kusterdingen mit dem ev. Kirchenbezirk in Verhandlungen tritt mit dem Ziel, die Trägerschaft für den Kindergarten Mozartstraße zu übernehmen. Die Begründung: in Kusterdingen gibt es bislang keine Kindertagesstätte ohne konfessionelle Ausrichtung.

Ergebnis & mein Fazit: Hierzu gab es einen Beschlußantrag der Härtenliste, dass die Gemeinde die Trägerschaft von der ev. Kirche übernimmt. Nach reichlich Diskussion zwischen Verwaltung, Vertretern der ev. Kiga + Kita sowie Herrn Nissen von der Härtenliste wurde die Sache vertagt. Der Gemeinderat konnte sich nämlich auch nach dieser Diskussion noch kein adäquates Bild von den möglichen Konsequenzen machen. Daher ein Folgetermin. Dieser Termin ist am 17.2.2021. Meine Einschätzung bis dato: man sollte die aktuelle Struktur so beibehalten.

Worum es geht: Aktueller Hintergrund ist die “Vergabe Wettbewerbsbetreuung” für die Planung Kindergarten Kusterdingen. Bislang liegen 4 Angebote für die Planerstellung vor. Das Problem: der Vergleich der Angebote erwies sich als schwierig. Der Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung war nun, dem Büro Atrium Projekt-Management aus Reutlingen (übrigens einer der 4 Anbieter!) die Vergabe Wettbewerbsbetreuung zu übertragen.

Ergebnis & mein Fazit: Ja, Bauprojekte dieser Größenordnung sind komplex. Insofern finde ich es auch richtig wenn nicht alles verstanden ist, dass dieser Punkt, um mehr Klarheit zu bekommen, vertagt wurde bis zur nächsten Sitzung. Die Gemeindeverwaltung überarbeitet deshalb nochmals den Beschlussvorschlag.

Worum es geht: siehe oben.

Ergebnis & mein Fazit: Die Grundschule heißt jetzt: “Astrid Lindgren Schule”. Damit bleibt das Kürzel “ALS” erhalten. Na gut. Mein Wunschname für die Schule wäre „Wolle-Kriwanek“ gewesen. Schwabe und Künstler, der in Reutlingen studiert hat und deutschlandweit bekannt wurde mit lustigen Liedern wie „Guck-guck I han a UFO gsäa“ oder „ I muss die Strassabah no kriaga“. Kostprobe gefällig: https://www.youtube.com/watch?v=Dbvhlf6Ymic
Die August-Lämmle-Straße übrigens heißt nun: “Bruckenäcker”.

Worum es geht: siehe oben.

Ergebnis & mein Fazit: Ich habe mich deshalb dafür entschieden, weil Grundschulleitungen auch einen Zuschuss erhalten haben (vom Land). Aber alles nicht so einfach. Denn es kam zu der Frage, inwieweit z.B. Angestellte vom Rathaus ebenfalls einen Zuschuss verdient hätten. Auch sei hier der Betriebsrat mit einzubeziehen. Der Gemeinderat hat die Auszahlung des Zuschuss für die Kindergartenleitungen trotzdem beschlossen.

Worum es geht: Zentraler Punkt ist ein Antrag der Härtenliste: “Die Gemeinde Kusterdingen setzt sich zum Ziel, intensiv alle Maßnahmen zu fördern, …, eine Klimaneutralität der Gemeinde bis zum Jahr 2030 zu erreichen”.

Ergebnis & mein Fazit: Schon im Jahr 1983, als das Waldsterben in Deutschland in allen Medien präsent war, habe ich mich persönlich für ein besseres Klima eingesetzt. Ich nahm an einem Wettbewerb der BILD am SONNTAG teil. Ziel dieses Wettbewerbes war es, mit einem Gedicht oder einem Lied auf dieses Dilemma aufmerksam zu machen. Mein Beitrag war ein Lied über den schönen deutschen Wald und der Refrain lautete: UND WIE SO OFT KOMMTS GRAD AUF DEN EINZELNEN AN – DENN GUTE LUFT BRAUCHT JEDER EIN LEBEN LANG. Man sieht: schon 1983 beschäftigte man sich mit dem Klima.
Grundsätzlich schließe ich mich dem Antrag der Härtenliste an.

Siehe dazu auch den Beitrag: https://www.unsere-haerten.de/auf-dem-weg-zur-klimaneutralen-kommune/

Hier noch mal der Link zur Tagesordnung: https://www.kusterdingen.de/de/Rathaus/Gemeinderat/Sitzungstermine/Sitzung?view=publish&item=meeting&id=1187

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